Die Besucher der Wendelinus Pfarrkirche in Weisenbach kamen am Sonntagnachmittag in den Genuss eines ganz besonderen Konzertes. Die Schwarzwaldfamilie Seitz musizierte unter dem Motto: „Mit Gott durch den Tag“
Rechtzeitig vor dem Konzert blinzelte die Herbstsonne heraus, schien durch die Kirchenfenster und erleuchtete, zusammen mit vielen Kerzen die vor dem Altar brannten, die Kirche.
Nach der Begrüßung der Gesangsgruppe und den über 400 Besuchern durch Pfarrer Thomas Holler(„Alle Musik beginnt bei der Kirchenmusik“) zeigten Karlheinz Barbo, Gabi Seitz und ihre Schwester Manuela Seitz ihr Können. Das Ensemble hat seine Wurzeln in Heiligenzell, wo alles 1949 mit dem Gesangsduo Johanna und Wendelin Seitz begann. An diese Zeit erinnert sich Gabi Seitz gerne zurück, vor allem an die Abende an Opas Kachelofen und die Bank unter dem Birnbaum im Garten. Hier wurde gemeinsam musiziert.
Eröffnet wurde das Konzert, stimmungsvoll, zu der Dekoration passend, mit dem Lied „Zünd an das Licht“. Gabi (Sopran) und Manuela (Alt)) trugen gekonnt Schuberts „Heilig, Heilig“, „Das wünch ich dir“ und „Santa Maria“ vor. Beim Marienlied „Segne du Maria“, das von allen Besuchen mitgesungen wurde, sprang der Funke zum gemeinsamen Singen im Gotteshaus über. Im Rahmen des Konzerts war nun auffallend,dass viele Zuhörer von sich aus die Melodien aufnahmen und leise oder laut mitsangen. Karlheinz Barbo, Ehemann von Gabi Seitz, sang seine Eigenkomposition „Danklied an einem Frühlingsmorgen“. Er begleitete alle Liedbeiträge am Keyboard. Sehr feierlich wurde es bei der mehr als tausend Jahre alte gregorianische Hymne des Benediktinermönchs Guido von Arezzo. Diese Stimmung nahm Manuela in dem vertonten Gedicht „Liebe ist“ von Friedrich Halm auf das sierezitierte und gesanglich wiedergab.
Großartig wieder das gemeinsame Singen des „Halleluja“ mit dem Konzertbesucherchor. In Wortbeiträgen bereicherte Manuela Seitz das Konzert mit Gedichten wie “Gott vertrauen“ oder besinnlichen Texten wie „Spuren im Sand“.
Ein besonders Erlebnis waren die von Gabi Seitz andächtig und glockenheller Stimme vorgetragenen Stücke wie das „Ave Verum Corpus“ aus Mozarts „Großer Messe“ und „Ave Maria“ von Bach-Gounod.
Auch der Beitrag „I will follow him“ aus dem Film „Sister Act“ wurde vom Publikum aufgenommen und mit rhythmischen Klatschen begleitet Dies war der gelungene Übergang zum gemeinsam gesungenen „ Taize-Halleluja“.
Dem „Schutzengel“ widmete sich der nächste Text- und Liedbeitrag.
Gabi Seitz begrüßte dann den in der Kirche anwesenden Komponisten Reinhard Heck aus Ottenau und stellte das von ihm komponierte Lied, das er für seine Gattin geschrieben hat, „Ich danke, dass es dich gibt“, vor. Nochmals erklang das „Halleluja“ diesmal in Hebräisch gesungen.
Mit dem weltbekannten brasilianische Volkslied „Ave Maria no morro“ endete das Konzert.
Der Vorsitzende des Kirchenbauvereins German Miles bedankte sich bei der Schwarzwaldfamilie Seitz für diesen besinnlichen Nachmittag und beim treuen Publikum, das durch den guten Besuch wieder die Projekte der Pfarrgemeinde unterstützte. Im Jahre 2018 steht die Glockenturmsanierung an mit einemGesamtaufwand von ca. 190 000 Euro.
Als Zugabe erfolgte ein gemeinsames, vom Publikum mitgesungenes, feierliches „Großer Gott wir loben dich“. Bei stehenden Ovationen musste die Gesangsformation nicht lange beklatscht werden, denn es machten ihnen sichtlich Freude in Weisenbach zu singen. So folgte noch das „Ave Maria“, die Gospelversion „Oh Happy Day“ und das besinnliche Abschiedslied “Weils nachher Zeit isch- sag ich euch Adjö“.
Beim anschließenden Stehempfang im Pfarrzentrum nutzen viele Konzertbesucher die Gesprächsmöglichkeit mit den Künstlern.

