Im Lehensbuch des Bischofs Gerhard von Speyer (1336-1363), das die Besitzungen der Grafschaft Eberstein für Graf Heinrich II. aufzeichnete, wird um 1350 erstmals ein Dorf „Gaospach“ erwähnt. Der Name könnte vom altdeutschen Wort „Gouch/Gauch“ (= Kuckuck) kommen, aber auch von einem Hofbesitzer namens Gaus oder vom Gewann- und Bachnamen „Kauersbach“. Die Siedlung Gausbach soll ihren Anfang „auf dem Berg“ und im „Hohrein“ genommen haben.
Die um die gleiche Zeit gegründeten Orte Forbach und Bermersbach gehörten zusammen mit Gausbach schon um 1400 zum sogenannten „Kirchspiel Forbach“, einer kirchlichen Vereinigung mehrerer Orte unter einer Pfarrei. Ab dem 18. Jahrhundert bildeten diese drei Gemeinden als „Stab Forbach“ auch eine politische Gemeinschaft; „Stabhalter“ war der jeweilige Schultheiß von Forbach.
Aufgrund von Armut und Not wanderten Mitte des 19. Jahrhunderts 230 Gausbacher nach Amerika aus. Erst durch die verkehrsmäßige Erschließung des Murgtals und die Gründung von Industriebetrieben (vor allem Papier- und Pappefabriken) verbesserten sich die Lebensverhältnisse.




