Geschichte
Der kleine Saalbau hat spitzbogige Fensteröffnungen, ein Satteldach und einen eingezogenen Chor im Norden. Der Haupteingang in der Südfassade ist durch ein von Säulen gestütztes Vordach geschützt. Auf dem Südgiebel sitzt ein Giebelreiter mit Glocke. Vorbau und Glockenträger auf der Giebelfassade sind Anbauten aus den Jahren 1914/1915. Die in exponierter Lage über Forbach liegende Kapelle Maria Hilf geht vermutlich auf eine Gründung im 17. Jahrhundert zurück. Ein genaues Datum ist nicht bekannt. In Zeiten großer Not sollen Bewohner von Forbach und dem benachbarten Bermersbach den Bau einer Kapelle zu Ehren der Muttergottes gelobt haben, um aus ihrer Bedrängnis befreit zu werden. Prozessionen auf den Berg zu „Maria Hilf" sind seit dem 17. Jahrhundert dokumentiert und finden noch heute an Christi Himmelfahrt statt.
Baugeschichte
Als Bauplatz wurde jene Stelle auf dem Kirrenbuckel gewählt, an der noch heute ein großes Kreuz steht. Aber zweimal verschwand das dorthin gebrachte Baumaterial nächtens und wurde jedes Mal auf dem „Kapellenbuckel“ wieder gefunden. Man deutete dies als Zeichen der Gottesmutter und errichtete daraufhin die Kapelle an dem von ihr bestimmten Ort.
Aus den Kirchenakten erfährt man, dass 1677 der damalige Forbacher Pfarrer die Kapelle gründlich renovieren ließ, weil sie durch den Dreißigjährigen Krieg stark geschädigt gewesen sei. Der Besuch der Gläubigen war damals sehr groß, daher erfolgte eine Erweiterung mit Weihe 1683. Weitere Renovierungen wurden bis in die heutige Zeit immer wieder vorgenommen.
Baubeschreibung
Der kleine Saalbau hat spitzbogige Fensteröffnungen, ein Satteldach und einen eingezogenen Chor im Norden. Der Haupteingang in der Südfassade ist durch ein von Säulen gestütztes Vordach geschützt. Auf dem Südgiebel sitzt ein Giebelreiter mit Glocke. Vorbau und Glockenträger auf der Giebelfassade sind Anbauten aus den Jahren 1914/1915.
Innenraum
Ein Hauptaltar und zwei Seitenaltäre prägen den Raum. Der neugotische Hauptaltar birgt in seinem Zentrum eine Figur der Gottesmutter mit Kind, flankiert von den Heiligen Johannes Nepomuk, Antonius von Padua, Wendelin und Josef (von links). Der linke Seitenaltar zeigt als monumentale, ungefasste Schnitzarbeit, wie Maria Königin mit dem Jesuskind den Rosenkranz an die Heiligen Dominikus und Katharina von Siena übergibt. Im rechten Seitenaltar sind Jesus und Maria am Sterbebett des Heiligen Josef zu sehen.
Das große Kruzifix an der Ostwand stammt aus der bis 1885 bestehenden, alten Pfarrkirche Forbachs. Gleiches gilt vermutlich für die Pietà.
Ende des 19. Jahrhunderts entstanden die sieben Terracotta-Tafeln, welche die Sieben Schmerzen Mariens zeigen:
- Darstellung Jesu im Tempel
- Flucht nach Ägypten
- Der Zwölfjährige Jesus im Tempel
- Maria begegnet Jesus auf dem Kreuzweg
- Kreuzigung Jesu
- Kreuzabnahme
- Grablegung
Die Buntglasfenster fertigte R. Dorwarth, Freiburg i.Br. In kräftigen Farben werden hier abstrakte Kreuzformen dargestellt.




